Konzept

fish1

Urmütter der Steinzeit - Bilder weiblicher Schöpfungskraft

Eine Ausstellung von Ruth und Judith Hecker

 

Die ungewöhnliche Ausstellung bringt prähistorische Kunst mit moderner Kunst zusammen, sie zeigt spirituellen und künstlerischen Ausdruck in seiner ursprünglichen Form.

Ca.100 Replikate paläolithischer und neolithischer Frauenstatuetten Eurasiens aus der Sammlung von Ruth Hecker werden in verschiedenen Erdmaterialien stehend präsentiert. Die Figuren gehen mit den großformatigen archaischen Malereien der Künstlerin Judith Hecker eine Symbiose ein, die aus der farblichen Komposition und starken Materialität der mit Erdpigmenten und Naturmaterialien geschaffenen abstrakten Bilder entsteht.

Die Ausstellung verzichtet auf technische oder multimediale Effekte, sie involviert und aktiviert den Besucher auf eine der Thematik entsprechende Weise. Die ruhige und meditative Atmosphäre der Präsentation schafft einen Raum der Stille, der die spirituelle Dimension des Themas erfahrbar macht. Die elementaren Aspekte menschlicher Daseinsbewältigung wie Fruchtbarkeit, Reife, Geburt, Fülle, Materie, Lebendigkeit und Leben, Vergänglichkeit und Tod verkörpern sich in konkreter wie abstrakter Form - der Besucher kann sich vom intensiven Austausch zwischen Figuren und Gemälden berühren und durch eigene Bilder und Assoziationen einbeziehen lassen.

Ein Aktivbereich lädt den Besucher ein, Gravierungen oder Figuren selbst herzustellen. Außerdem bietet eine in einer Mulde oder Hütteninstallation liegende Statuette (einer Fundsituation nachempfunden) die Möglichkeit des direkten Berührens, wodurch sich visueller und haptischer Eindruck zu einem ganzheitlichen Erlebnis verbinden können.

Verbreitungskarten und Texttafeln informieren den Besucher über den archäologischen und kulturgeschichtlichen Hintergrund des fast 30.000-jährigen Phänomens der Frauenstatuetten. Die textliche Information beschränkt sich auf das Wesentliche, um dem sinnlichen Zugang des Besuchers Raum zu geben. Eine tiefergehende Aufarbeitung des Themas bietet der angebotene Begleitkatalog; einige der ausgestellten Gemälde werden ebenfalls in einem Farbkatalog gezeigt.

Die Anordnung der Module ist flexibel und lässt sich unterschiedlichen Raumgrößen und –verhältnissen anpassen. Ideal sind Raumgrößen von 100 – 150 m². Zur Präsentation der Figuren werden die im jeweiligen Museum vorhandenen Vitrinen benutzt und die Gemälde entsprechend herum gruppiert, so dass sie einen „Raum im Raum“ schaffen.

Ein mögliches Rahmenprogramm mit Workshops, Vorträgen und Führungen sowie Replikate, Schmuck und Postkarten für den Verkauf im Museumsshop runden das Angebot der Ausstellung ab.